Kurrende: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 2. Dezember 2008, 22:26 Uhr

In der Ursprungsform ist eine Kurrende ein "Laufchor" - meist aus bedürftigen Schülern bestehend, die singend von Haus zu Haus zogen. Dietraditionelle Kleidung dieser Kurrenden besteht aus einem schwarzen Mantel (Radmantel) und einem runden Hut. Der Ursprung des Wortes stammt aus dem Lateinischen - lat.: currere = "laufen".

Im Erzgebirge ist dieser Brauch insbesondere an den Adventssonntagen erhalten geblieben. Die meist protestantischen Kurrenden ziehen noch heute von Haus zu Haus und wünschen eine frohe Weihnachtszeit.

Kurrenden haben auch Einzug in die erzgebirgische Holzschnitzkunst gefunden. Der Seiffener Max Schanz hat ca 1935 ein Figurenensemble bestehend aus 5 Kurrende-Sängern, einem Sternträger Häuschen und Spanbäumen geschaffen, die heute als klassisches Vorbild für viele unterschiedliche Holzschnitzereien im Erzgebirge gilt.